Stator

Ein Stator ist ein feststehendes Bauteil in Verdrängerpumpen, insbesondere in Exzenterschneckenpumpen, das gemeinsam mit dem sich rotierenden Rotor den Förderraum bildet. Durch die exakte geometrische Abstimmung von Rotor und Stator entstehen kontinuierlich wandernde Hohlräume, die das Fördermedium gleichmäßig und pulsationsarm fördern. Der Stator hat dabei einen maßgeblichen Einfluss auf die Förderleistung, den Verschleiß sowie die Lebensdauer des gesamten Pumpensystems.

Anwendungsbereich

Statoren werden vor allem in Exzenterschneckenpumpen eingesetzt, wie sie typischerweise in der Baustoff- und Putzbranche, beim Fördern von Zementmörtel, Fließestrich, Putzmaterialien, pastösen Medien und anderen abrasiven oder hochviskosen Stoffen vorkommen. In diesen Anwendungen müssen Statoren hohen Drücken, abrasiven Feststoffanteilen sowie schwankenden Materialkonsistenzen standhalten. Sie kommen u. a. in Putzmaschinen, Estrichpumpen, Betonsanierungsgeräten, Industrieförderpumpen sowie in Dosieranlagen zum Einsatz. Ihre Auslegung beeinflusst dabei wesentlich das Förderverhalten, den Materialdurchsatz und die Betriebsstabilität der Maschine.

Technische Details

Ein Stator besteht in der Regel aus einem zylindrischen Metallgehäuse, in dem eine schraubenförmig ausgeformte Elastomerauskleidung eingelegt oder einvulkanisiert ist. Je nach Pumpentyp und Fördermedium können unterschiedliche Elastomerwerkstoffe verwendet werden, beispielsweise Naturkautschukmischungen oder synthetische Elastomere, die auf spezifische chemische und mechanische Anforderungen abgestimmt sind. Die Geometrie ist auf den Rotor abgestimmt, der meist eine exzentrisch umlaufende, ein- oder mehrgängige Schraubenform besitzt. Das Zusammenspiel von Rotor und Stator erzeugt geschlossene, sich axial fortbewegende Förderkammern. Die Passung – also die definierte Pressung zwischen Rotor und Stator – ist ein wesentlicher Parameter, der die Förderleistung und den Verschleiß bestimmt. Zusätzlich werden Varianten mit unterschiedlichen Gangzahlen, Härtegraden oder Gehäuseausführungen eingesetzt, um den Anforderungen verschiedener Fördermedien und Einsatzbedingungen gerecht zu werden.

Eigenschaften

Statoren für Pumpen im Zement‑ und Putzbereich zeichnen sich durch hohe Abriebfestigkeit und eine stabile Fördercharakteristik aus. Sie ermöglichen eine gleichmäßige Materialförderung ohne starke Druckspitzen und sind darauf ausgelegt, auch unter hoher Belastung zuverlässige Leistung zu liefern. Weitere typische Eigenschaften sind ein robustes Elastomerverhalten, gute Rückstelleigenschaften bei wechselnden Materialbelastungen, temperaturabhängige Flexibilität sowie eine hohe Lebensdauer bei korrekter Anwendung und Wartung. Der Stator trägt wesentlich dazu bei, Energieeffizienz, Fördervolumen und Betriebssicherheit der gesamten Pumpe sicher zu stellen.