Gummi­ring

Gummiringe in gummigefederten Rädern bilden die elastische Zwischenschicht zwischen Radreifen und Radscheibe und sorgen durch ihre abgestimmten Feder‑ und Dämpfungseigenschaften für eine wirksame Geräusch‑ und Schwingungsreduktion im Fahrbetrieb.

Anwendungsbereich

Gummiringe in gummigefederten Rädern werden vor allem im Stadt‑ und Nahverkehr eingesetzt. Sie unterstützen dabei, Lärm zu verringern, Vibrationen zu dämpfen und den Verschleiß zu reduzieren – zum Beispiel bei Straßenbahnen, U‑Bahnen und Niederflurfahrzeugen. Zudem werden sie überall dort verwendet, wo eine elastische Entkopplung zwischen Radreifen und Radkörper notwendig ist, etwa zur Reduktion ungefederter Massen und zur Verbesserung des Fahrkomforts.

Technische Details

Gummiringe in gummigefederten Rädern bilden eine elastische Zwischenschicht zwischen Radreifen und Radkörper und bestehen aus einer auf die Anforderungen abgestimmten Elastomermischung. Sie sorgen für definierte axiale und radiale Elastizität, entkoppeln den Radreifen strukturell vom Radkörper und reduzieren so Verschleiß an Rad und Schiene. Gleichzeitig gewährleisten sie durch konstruktive Maßnahmen den erforderlichen Stromdurchgang im Bahnbetrieb und sind für hohe Dauerlasten ausgelegt.

Eigenschaften

Gummiringe in Schienenfahrzeugrädern besitzen besondere Eigenschaften. Dazu gehören eine ausgeprägte Temperaturbeständigkeit, sodass sie sowohl bei Kälte als auch bei hohen Bremswärmelasten ihre Feder‑ und Dämpfungseigenschaften beibehalten. Ihre medien- und alterungsbeständigen Eigenschaften gewährleisten eine stabile Funktion trotz Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Ölen oder Ozon. Zudem zeigen die Gummiringe ein definiertes Verformungsverhalten, das ein kontrolliertes Einsinken des Radreifens ermöglicht und so sowohl Laufruhe als auch Spurtreue verbessert. Durch ihre hohe Schwingungs- und Körperschallabsorption tragen sie entscheidend zur Geräuschminderung im Fahrgastraum und in der Umgebung bei. Nicht zuletzt ermöglichen moderne Gummiringkonstruktionen eine präzise Abstimmung der radseitigen Steifigkeit, wodurch unterschiedliche Fahrzeugtypen und Einsatzprofile optimal bedient werden können.