Radsatzwellenprotektor (MERP)
Der MERP (Montierbarer Elastomer Radsatzwellen Protektor) ist ein speziell entwickeltes Schutzsystem für Radwellen von Schienenfahrzeugen. Er dient dazu, die empfindliche Radsatzwelle zuverlässig vor Steinschlag, Schotterflug, Eisbrocken und anderen äußeren Einwirkungen zu schützen, die im Bahnbetrieb auftreten können.
Anwendungsbereich
Der Radsatzwellenprotektor MERP wird vor allem in Schienenfahrzeugen eingesetzt, die einer hohen Schotterflugbelastung und der Gefahr durch Kollision mit Eisbrocken ausgesetzt sind. Er kommt in Fahrzeugen zum Einsatz, die auf Strecken mit hohen Geschwindigkeiten betrieben werden. Dort kann die Radsatzwelle besonders stark beansprucht werden. Darüber hinaus eignet sich der MERP für Fahrzeuge, bei denen die Radwelle konstruktiv exponiert ist und daher einen zusätzlichen Schutz vor äußeren Einwirkungen benötigt.
Technische Details
Der Radsatzwellenschutz MERP setzt sich aus zwei in ein Spezialelastomer einvulkanisierten Halbschalen zusammen, die zu einem röhrenförmigen Gehäuse zusammengefügt werden. Dadurch erreicht der MERP seine hohe mechanische Belastbarkeit und Robustheit. An den Enden befinden sich Aufweitungen, die den Anschluss an Radscheiben oder Scheibenbremsen ermöglichen. Dieses Konstruktionsprinzip entspricht den typischen Gummi‑Metall‑Schutzsystemen der GMT‑Gruppe, die auf Schwingungs‑ und Schutztechnologie spezialisiert ist.
Eigenschaften
Der Radsatzwellenprotektor MERP übernimmt mehrere zentrale Funktionen beim Schutz der Radsatzwelle. Er bietet einen wirkungsvollen Schlagschutz gegen Fremdkörper und reduziert dadurch Verschleiß sowie Oberflächenschäden an sicherheitsrelevanten Bauteilen. Gleichzeitig erhöht er die Betriebssicherheit, da die Radsatzwelle zuverlässig vor äußeren Einwirkungen geschützt wird. Die Montage gestaltet sich besonders einfach, weil das System direkt um die Radsatzwelle gelegt und anschließend verschraubt wird. Der MERP ist wartungsfrei und ersetzt die bisher übliche Beschichtung der Radsatzwelle, die zu Wartungszwecken aufwendig entfernt und danach neu aufgetragen werden muss.