Keilpaketring
Keilpaketringe bieten eine hohe Leistungsdichte bei kompakter Dimensionierung. Es sind exakt abgestimmte Komponenten, die zur Übertragung des Drehmoments zwischen Getriebe und Radsatz zum Einsatz kommen.
Anwendungsbereich
Keilpaketringe werden in Schienenfahrzeugen vor allem als Bestandteil der dreh- und winkelelastischen Kupplungen in Hohlwellenantrieben eingesetzt. Sie übertragen das Drehmoment zwischen Getriebe und Radsatz zuverlässig und gleichen Winkelabweichungen, Radialversätze und elastische Bewegungen im Antriebsstrang aus. Durch ihre aus keilförmigen Elastomerpaketen aufgebauten Kupplungsringe ermöglichen sie eine kombinierte Dreh-, Radial- und Winkelelastizität und sind damit ideal für die hohen dynamischen Belastungen von Triebfahrzeugen geeignet, bei denen die Radsatzwelle durch die Hohlwelle des Getriebes geführt wird und eine flexible, vibrationsdämpfende Drehmomentverbindung erforderlich ist.
Technische Details
Die in einem Ring angeordneten, keilförmigen Metall- / Elastomerpakete sitzen zwischen den wechselweise angeordneten Kupplungsarmen zweier Kupplungsteile. Bei der Drehmomentübertragung werden die Keilpakete einseitig komprimiert und auf der gegenüberliegenden Seite gedehnt, was eine ausgeprägte Dreh‑, Radial‑ und Winkelelastizität ermöglicht. Häufig werden zwei Kupplungsringe über eine Kardantrommel zu einer Doppelkupplung kombiniert, um größere Versätze und Wellenabstände auszugleichen. Die elastischen Pakete wirken zudem dämpfend auf Antriebsstöße und Vibrationen.
Eigenschaften
Die Keilpaketringe ermöglichen eine besonders weiche und gleichmäßige Kraftübertragung, da ihre keilförmigen Metall- / Elastomerblöcke Lastspitzen wirkungsvoll glätten. Zudem verteilt die ringförmige Anordnung der Keilpakete die Kräfte gleichmäßig über den Umfang, was angeschlossene Getriebe- und Lagerstellen spürbar entlastet. Durch ihre hohe Toleranz gegenüber Winkel- und Radialfehlern können sie nicht parallel ausgerichtete Wellen besser ausgleichen als konventionelle Kupplungen. Außerdem lässt sich durch Anzahl und Materialhärte der Pakete die Torsionssteifigkeit flexibel anpassen, was eine feinere Abstimmung des Antriebsstrangs ermöglicht.