Sekundärfederung

Die Sekundärfeder ist zwischen dem Drehgestell und dem Wagenkasten angeordnet, meist oberhalb des Drehgestellrahmens, und verbindet diesen elastisch mit dem Fahrzeugaufbau. Ihre Hauptaufgabe ist es, Stöße, Gleisunebenheiten und Schwingungen vom Fahrzeugrahmen fernzuhalten und so den Fahrkomfort deutlich zu verbessern. Sie sorgt dafür, dass der Wagenkasten weitgehend ruhig geführt wird – selbst bei höheren Geschwindigkeiten oder schlechter Gleislage. Neben der Komfortsteigerung trägt die Sekundärfederung wesentlich zur Fahrzeugstabilität, Sicherheit und Reduzierung dynamischer Belastungen auf den Wagenkasten bei. Dadurch wird nicht nur die Laufruhe erhöht, sondern auch die Lebensdauer von Fahrzeugkomponenten verlängert.

 

Sekundärfederelement (Sanduhrfeder)

Eine Sanduhrfeder (Hourglass-Spring) ist ein spezielles Federelement mit zur Mitte hin verjüngter Form, das überwiegend in der Sekundärfederung von Schienenfahrzeugen verwendet wird. Dank ihrer Geometrie zeigt sie ein nichtlineares Federverhalten und trägt zu hohem Fahrkomfort, ruhigem Lauf sowie einer langlebigen und wartungsarmen Federung bei.

 

Konventionelles Sekundärfedersystem

Die Sekundärfederung ohne Luftfedern nutzt mechanische oder elastomerbasierte Elemente wie Konus- und Schichtfedern, um den Wagenkasten elastisch gegenüber dem Drehgestell zu lagern. Solche Systeme zeichnen sich durch besondere Robustheit aus, sind wartungsfrei und für bauraumkritische Fahrzeugkonzepte geeignet.

 

Luftfedersystem

Vielfach kommen Luftfedersysteme in der Sekundärfederstufe zum Einsatz, da sie einen hohen Komfort bieten und eine konstante Fußboden- bzw. Einstiegshöhe ermöglichen. Diese Luftfedern werden häufig durch Zusatz- oder Notfedern wie Elastomerfedern, Stahlfedern oder Schichtfedern ergänzt, die zusätzliche Stabilität oder Redundanz gewährleisten und die Funktion und Leistungsfähigkeit des Systems unterstützen.