Radfederung
Gummigefederte Räder im Schienenfahrzeugbereich sind dazu dienlich, den Radreifen elastisch gegenüber dem Radkörper zu positionieren. Zwischen Radreifen und Radkörper wirkt dabei eine elastische Gummischicht, bestehend aus einzeln angeordneten Gummikörpern, aus Federscheiben oder aus Gummiringen, die exakt abgestimmte Feder‑ und Dämpfungseigenschaften besitzen. Dadurch können diese Räder Körperschall absorbieren, Stöße reduzieren und die ungefederten Massen verringern, wodurch es zu einer deutlichen Geräuschminderung und einem geringeren Verschleiß von Rad und Schiene kommt. Dies ist besonders in lärmsensiblen Bereichen wie Innenstädten, Tunneln sowie im Tram- und Metrobetrieb wichtig. Zusätzlich schützt die elastische Lagerung die Infrastruktur und Fahrzeugkomponenten, da sie dynamische Kräfte, Schienenschläge und Materialermüdung verringert. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer von Gleis und Fahrzeug. Das Fahrverhalten verbessert sich ebenfalls: Kleine Gleisunregelmäßigkeiten werden besser ausgeglichen, Rad-Schiene-Kräfte sinken und das typische Quietschen in engen Kurven wird reduziert – ein Vorteil, der vor allem im Stadt- und Straßenbahnbereich zum Tragen kommt.
Hauptsächlich kommen gummigefederte Räder in Straßenbahnen, Stadtbahnen und Metrozügen zum Einsatz.