Primärfederstufe

Die Primärfederung in Schienenfahrzeugen ist zwischen Radsatz beziehungsweise Achslager und Drehgestellrahmen angeordnet und dient der Dämpfung von Stößen und Schwingungen aus dem Gleis. Sie reduziert die Belastung des Fahrwerks, verbessert die Laufruhe sowie die Spurhaltung und trägt wesentlich zum Fahrkomfort bei. Zudem verringert sie Verschleiß an Rad und Schiene und optimiert das dynamische Fahrzeugverhalten. Die Primärfederung kann in Form von Konusfedern, Rollfedern, Achsfedern oder kombinierten Primärfedersystemen ausgeführt werden.

Die Primärfederstufe übernimmt die Führung des Radsatzes im Gleis, indem sie definierte elastische Eigenschaften in Längs- und Querrichtung ermöglicht. Häufig werden zusätzliche Dämpfer oder Gummi-Metall-Elemente eingesetzt, um Schwingungen gezielt zu reduzieren und Resonanzen zu vermeiden. Ihre Auslegung ist ein Kompromiss zwischen hoher Steifigkeit für gute Spurführung und ausreichender Nachgiebigkeit für Komfort und Verschleißminderung.