Optimierung
Die Bauteiloptimierung umfasst die gezielte Verbesserung von Design, Material und Fertigungsprozessen. Ziel ist es, Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit zu steigern. So werden Produkte effizienter, robuster und zuverlässiger im Einsatz.
Vorgehensweise
1. Analyse der Einsatzbedingungen und Messung realer Betriebslasten
- Aufnahme der tatsächlichen Einsatzbedingungen
- Durchführung oder Organisation von Betriebslastmessungen im Feld
- Zusammenarbeit mit spezialisierten externen Messpartnern
- Einsatz moderner Messtechnik (z. B. Beschleunigungs-, Kraft- und Wegsensorik)
- Erfassung realer Lastverläufe unter Betriebsbedingungen
Ergebnis: Repräsentatives Lastprofil als Grundlage der Optimierung
2. Aufbereitung und Definition von Belastungskollektiven
Aufbereitung der Messdaten (Filterung, Klassierung, statistische Auswertung) und Ableitung relevanter Belastungskollektive unter Berücksichtigung von:
- Amplituden
- Frequenzen
- Überlagerungen
Ergebnis: Validiertes und anwendungsnahes Lastkollektiv
3. FEM-Simulation und Bauteilverständnis
Aufbau detaillierter Finite-Elemente-Modelle (FEM) unter Berücksichtigung der nichtlinearen Werkstoffeigenschaften von Elastomeren
Analyse von:
- Spannungs- und Dehnungsverteilungen
- lokalen Hotspots
- dynamischem Verhalten
Ergebnis: Identifikation kritischer Bereiche und Optimierungspotenziale
4. Designoptimierung
Identifikation und Umsetzung der Möglichkeiten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit:
- Geometrische Anpassung (Formgebung, Übergangsradien, Wandstärken)
- Werkstoffauswahl und ‑abstimmung (Elastomer-Mischungen)
- Optimierung von Steifigkeit und Dämpfungseigenschaften
- Reduzierung von lokalen Dehnungen
- Minimierung von Spannungsspitzen
- Verbesserung des Schwingungsverhaltens
Ergebnis: Robustes, langlebiges Bauteildesign
5. Schädigungsrechnung / Lebensdauerbewertung
- Anwendung moderner Schädigungsmodelle für Elastomere
- Bewertung von:
- Ermüdung
- Rissinitiierung und ‑ausbreitung
- Durchführung von Lebensdauerabschätzungen unter variablen Lasten
Ergebnis: Prognose der Bauteillebensdauer unter realen Bedingungen
6. Ableitung von Prüflastkollektiven
- Omittierung nicht schädigungsrelevanter Lastanteile zur Prüfzeitreduktion
- Transformation realer Betriebsdaten in beschleunigte Prüfprofile
Ergebnis: Effiziente Versuchsdurchführung bei gleichzeitig hoher Aussagekraft
7. Dynamische (Rest-)Lebensdauerprüfungen
- Durchführung von Bauteiltests unter realitätsnahen Lastkollektiven
- Nachstellung des Ausfallverhaltens im Betrieb
- Validierung von:
- Simulationsergebnissen
- Lebensdauerprognosen
- Optimierungsmaßnahmen
Ergebnis: Abgesicherte Bauteilperformance
8. Benchmark und Nachweis der Verbesserung
Vergleich zwischen ursprünglichem und optimiertem Design
- Vermeidung bzw. Reduktion lokaler Schädigungen
- Lebensdauersteigerung
- Reduktion kritischer Dehnungen
- Erhalt der Funktionstoleranzen und Erhöhung der Belastbarkeit
Ergebnis: Transparent belegbare Performance-Steigerung
Mehrwert
- Reale Einsatzdaten durch Feldmessungen statt Annahme
- Höhere Vorhersagegenauigkeit durch validierte Lastkollektive
- Verlängerte Bauteillebensdauer
- Reduzierung von Ausfällen und Garantieaufwänden
- Prüfzeit- und Kostenoptimierung
- Fundierte Auslegung statt Trial-and-Error
GMT - Partner für nachhaltige Lösungen
Wir kombinieren Feldmessung, Simulation, Werkstoff-Know-how und Versuchstechnik zu einem durchgängigen Entwicklungsprozess. Durch die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern ermöglichen wir, dass die Optimierungen auf realen Betriebsbedingungen basieren.