Leit­rad

Leiträder aus Gummi und Metall werden in der Schutztechnik und Wehrtechnik als Komponenten der Antriebstechnik eingesetzt, um die Gleiskette zu führen und zu spannen, ohne selbst Antriebskraft zu übertragen. Der Metallkern übernimmt die strukturelle Belastung und Lageraufnahme, während der gummierte Laufbereich Verschleiß, Geräusche und Schwingungen reduziert. Sie sind meist am Heck von Kettenfahrzeugen montiert und tragen wesentlich zur sicheren Kettenführung, Fahrstabilität und Lebensdauer des Fahrwerks bei.

Anwendungsbereich

Leiträder aus Gummi und Metall‑Verbund werden in der Schutztechnik und Wehrtechnik am hinteren Ende des Kettenfahrzeugs eingesetzt, meist gegenüber dem Antriebsrad an der Fahrzeugwanne montiert. Ihre Aufgabe ist die Umlenkung, Führung und Spannung der Gleiskette, wobei sie sicherstellen, dass die Kette korrekt im Fahrwerk läuft und nicht abspringt oder ungleichmäßig belastet wird. Sie kommen bei Kampf‑, Schützen‑, Transport‑, Pionier‑ und Bergepanzern sowohl im Gelände‑ als auch im Straßenbetrieb zum Einsatz und sind direkt mit der Kettenspann‑ oder Verstelleinrichtung verbunden. Durch ihre Position beeinflussen sie maßgeblich die Fahrstabilität, den Verschleißzustand der Kette und die Funktionssicherheit des gesamten Antriebssystems unter extremen Einsatzbedingungen.

Technische Details

Leiträder bestehen typischerweise aus einem hochfesten Stahl‑ oder Gusskern mit integrierter Achs‑ und Lagereinheit, der die strukturellen Lasten und die Kettenspannung aufnimmt. Der gummierte Laufkranz ist entweder aufvulkanisiert oder als Wechselring ausgeführt und reduziert Verschleiß, Geräuschentwicklung sowie Stoßbelastungen der Gleiskette. Der Gesamtaufbau ist auf präzise Kettenführung, dauerhafte Spannkraft und zuverlässige Funktion unter extremen Einsatz‑, Klima‑ und Gefechtsbedingungen ausgelegt.

Eigenschaften

Leiträder aus Gummi und Metall zeichnen sich durch eine präzise Kettenführung und stabile Kettenspannung aus, ohne selbst Antriebskräfte zu übertragen. Sie besitzen eine hohe mechanische Belastbarkeit bei gleichzeitig wirksamer Schwingungs‑ und Geräuschdämpfung durch den gummierten Laufkranz. Der Verbundaufbau reduziert Verschleiß an der Gleiskette und erhöht die Lebensdauer des gesamten Fahrwerks. Dadurch tragen Leiträder wesentlich zur Betriebssicherheit, Fahrstabilität und Einsatzzuverlässigkeit von Kettenfahrzeugen in Schutz‑ und Wehrtechnik bei.